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Fahrzeugtypen bei der Feuerwehr

FW-Grundlagen


Hier eine kleine Auswahl der in Deutschland zurzeit genormten Feuerwehrfahrzeugen mit Erklärungen für "Nicht-Feuerwehrleute":

Fahrzeuge deren Norm ausgelaufen ist, werden in dieser Zusammenstellung nicht mehr gelistet! Jedoch befinden sich natürlich in Deutschland noch zahlreiche dieser "ausgelaufenen" Fahrzeugtypen im Einsatz !


Einsatzleitwagen (ELW)

dient der Einsatzleitung, zur Anfahrt und Erkundung vonEinsatzstellen und als Hilfsmittel zur Führung von Fahrzeugverbänden.

• ELW 1 - Meist auf PKW-Fahrgestell (Kombi oder Van), zulässige Gesamtmasse 3,5 t
• ELW 2 - Meist auf LKW-Fahrgestell mit Kofferaufbau, zulässige Gesamtmasse 14 t
• KdoW - (Komamdowagen) Meist PKW-Fahrgestell mit Straßenatrieb, Allradantrieb empfohlen, zulässsige Gesamtmasse 3,5 t

Zur Ausrüstung von Einsatzleitwagen muss zum Beispiel eine fermeldetechnische Ausstattung (Funk, Fax, Mobiltelefon, Internet-PC) sowie ein tragbarer Feuerlöscher, Handscheinwerfer und eine "kleine feuerwehrtechnische" Ausrüstung gehören

(Grossraum-ELWs, ehemals "ELW 3" sind seit 1999 aus der Norm gestrichen, werden jedoch weiterhin häufig von Großstadt-Feuerwehren (z.B. Dortmund, Köln, München) ein Form eines Bus beschafft.)



Löschfahrzeuge
dienen primär dem Transport der Mannschaft und der feuerwehrtechnischen Beladung.

Mit Löschfahrzeugen können Brandbekämpfung, Löschwasserförderung und leichte technische Hilfeleistungen durchgeführt. In der Regel besteht die Besatzung aus einer Löschgruppe (1/8) oder einer Staffel (1/5). Die meisten Löschfahrzeugtypen verfügen über eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe und häufig auch über einen Löschwasser-, bzw. ggf. auch einen Schaummitteltank.


• Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)
dient überwiegend der Brandbekämpfung. Das TSF ist ein Löschfahrzeug mit einer "leichteren" feuerwehrtechnischen Beladung, sowie einer Tragkraftspritze (TS) (keine festeingebaute Pumpe!).

Die Besatzung besteht aus einer Staffel (1/5)

Als Fahrgestell dienen handelsübliche Kastenwagen oder handelsübliche Fahrgestelle mit Doppelkabine, (Zul. Gesamtgewicht 4 Tonnen)


• Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W)
wie TSF, jedoch mit einem eingebauten Wassertank mit einer Füllmenge von mindestens 500 Litern und höchstens 750 Litern. Staffelbesatzung
Des weiteren muss eine Schnellangriffseinrichtung vorhanden sein.


• Kleinlöschfahrzeug (KLF)
im wesentlichen wie das TSF-W, zulässige Gesamtmasse 4750 kg


• Mittleres Löschfahrzeug (MLF)
im wesentlichen wie das TSF-W, zulässige Gesamtmasse 4750 kg

Erstmals 2012 genormt, sol die Lücke zwischen TSF-W und LF 10 schließen. Das MLF wird in der Regel auf einem 7,5-t-Fahrgestell aufgebaut. Die Besatzung besteht aus einer Staffel (1/5).
Es muss eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe (FPN 10-1000) verbaut sein. Ein Wassertank mit mindestens 600 L und max. 1000 L (je nach Lastreserve) rundet die Austattung ab.


• Löschgruppenfahrzeug LF 10
das LF 10 dient vornehmlich der Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser und zur Durchführung technischer Hilfeleistungen kleineren Umfangs.

Es wird hauptsächlich bei freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das LF 10 verfügt über einen 1200-Liter-Wassertank, eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe (FPN 10-1000 - 1000 L/min bei 10 bar Druck) und eine Schnellangriffseinrichtung. Mit den mitgeführten Mitteln muss ein mindestens 10-Minütiger Schaumitteleinsatz möglich sein Die Beladung gliedert sich in eine vorgeschriebene Standardbeladung und einer individuellenZusatzbeladung nach örtlichen Belangen.

Die Besatzung besteht aus einer Gruppe (1/8). Dieses Fahrzeug und seine Besatzung bilden eine selbständige taktische Einheit.
Als Basis dienen handelsübliche LKW-Fahrgestelle, zulässige Gesamtmasse 12 t


• Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 10
im wesentlichen wie das LF 10, jedoch mit erweiterter Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen (patientengerechte Rettung). Dazu gehört z.B. ein hydraulischer Rettungssatz (Schere und Spreizer)


• Löschgruppenfahrzeug LF 20
das LF 20 dient  der Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser und zur Durchführung technischer Hilfeleistungen kleineren Umfangs. Es gehört zur "Grundaustattung" aller BFs und grösseren FFs.
Das LF 20 verfügt über einen 2000-Liter-Wassertank und eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe (FPN 10-2000 - 2000 L/min bei 10 bar Druck) und einer Schnellangriffseinrichtung. Die Beladung ist nach DIN vorgeschrieben.

Die Besatzung besteht aus einer Gruppe (1/8).
Als Basis dienen handelsübliche LKW-Fahrgestelle, möglichst mit Allradantrieb, zulässige Gesamtmasse 14,5 t.
Dieses Fahrzeug und seine Besatzung bilden eine selbständige taktische Einheit


• Hilfeleistungs-Löschfahrzeug HLF 20
das HLF 20 ist vom Grundtyp ein LF 20, jedoch erweitert um eine festgelegte Standardbeladung für technische Hilfeleistungen größeren Umfangs (wie z.B. ein hydraulischer Hilfeleistungssatz mit Schere/Spreizer und Rettungszylindern


• Löschgruppenfahrzeug LF 50 KatS (für den Katastrophenschutz)



Tanklöschfahrzeuge (TLF)
TLFs dienen aufgrund ihres grossem Löschwasservorrats primär der Löschwasserversorgung von Einsatzstellen und der Brandbekämpfung.


• Tanklöschfahrzeug TLF 2000
das TLF 2000 dient vornehmlich aufgrund seines Löschwasservorrats zur Durchführung eines Schnellangriffs und zur Versorgung von Einsatzstellen mit Löschwasser. Es verfügt über eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-1000 (1000 L/min bei 10 Bar Druck), einen 2000-Liter-Wassertank, eine Schnellangriffseinrichtung, sowie eine nach DIN genormte feuerwehrtechnische Beladung. Ein auf dem Dach fest montierter Wasserwerfer ist optional. Eine Zusatzbeladung für Waldbrandbekämpfung ist möglich.

Die Besatzung aus einem Trupp (1/2)
Als Fahrgestell soll ein allradgetriebenes, geländegängiges LKW-Fahrgestell dienen, zulässige Gesamtmasse 10 t.


• Tanklöschfahrzeug TLF 3000
das TLF 3000 dient aufgrund des grossen Löschwasservorrats hauptsächlich zur Brandbekämpfung und Löschwasserversorgung (z.B. auf Autobahnen). Es ist mit einer Feuerlöschkreiselpumpe (FP 10-2000 - 2000 L/min bei 10 bar Druck), einer Schnellangriffseinrichtung (30 m Schlauch) und einem 3000-Liter-Löschwassertank ausgestattet.
Optional besitzt es einen auf dem Dach montierten Schaum-Wasser-Werfer. Eine genormte feuerwehrtechnische Beladung ist verlastet.

Die Besatzung aus einem Trupp (1/2)
Als Fahrgestell soll ein allradgetriebenes, geländegängiges LKW-Fahrgestell dienen, zulässige Gesamtmasse 14 t.


• Tanklöschfahrzeug TLF 4000
das TLF 4000 dient aufgrund des grossen Löschwasservorrats hauptsächlich zur Brandbekämpfung und Löschwasserversorgung (z.B. auf Autobahnen). Es ist mit einer Feuerlöschkreiselpumpe (FP 10-2000 - 2000 L/min bei 10 bar Druck), einer Schnellangriffseinrichtung (30 oder 50 m Schlauch), einem 4000-Liter-Löschwassertank und einem 500-Liter-Schaumitteltank ausgestattet.
Eine genormte erweiterte feuerwehrtechnische Beladung ist verlastet.

Die Besatzung aus einem Trupp (1/2)
Als Fahrgestell soll ein allradgetriebenes, geländegängiges LKW-Fahrgestell dienen, zulässige Gesamtmasse 18 t.



Rüstwagen (RW)
Rüstwagen verfügen über eine feuerwehrtechnische Beladung,  einen betriebsbereit ein- oder angebauten Lichtmast. Des weiteren über einen fest eingebauten, vom Fahrzeugmotor angetriebenen Stromerzeuger und eine maschinelle
Zugeinrichtung.

• Rüstwagen RW
Der Rüstwagen ist keine selbständige taktische Einheit. Er wird in der Regel zusammen mit einem wasserführenden Löschfahrzeug eingesetzt. Primär werden mit der sehr umfangreichen technischen Beladung folgende Einsatzbereiche abgedeckt: LKW-Unfälle, Rettung aus Höhen & Tiefen, Versorgung von Stromverbrauchern, Unfälle auf Baustellen und im Schienenverkehr, Öleinsätze und schwere Betriebsunfälle und Naturkatastrophen.
Die Besatzung besteht aus einem Trupp (1/2) und das zulässige Gesamtgewicht beträgt 14 Tonnen.



Gerätewagen (GW)
Ein Gerätewagen ist ein Feuerwehrfahrzeug, das zum Bereitstellen von Geräten für die technische Hilfeleistung eingesetzt wird. Sie verfügen im Gegensatz zum Rüstwagen nicht über eine Seilwinde.


• Gerätewagen-Gefahrgut GW-G
Der GW-G dient dem Umweltschutz und stellt die Geräte bereit, die zur Durchführung von Sofortmassmahmen bei der Bekämpfung von Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Mineralölen erforderlich sind.
Der GW-G wird in der Regel zusammen mit einen wasserführenden Löschfahrzeug eingesetzt. Besatzung ist ein Trupp 1/2.

Auf mindestens 3 Seiten muss ein Witterungsschutz vorhanden sein.
Zul. Gesamtgewicht 11 t -  nur Strassen-Fahrgestell


• Gerätewagen-Logistik GW-L1
dient zum Transport von Ausrüstung und anderen Materialien im Zusammenhang mit dem Einsatz der Feuerwehr. Dieses Fahrzeug verfügt über eine kleine feuerwehrtechnische Beladung sowie eine Ladefläche mit Plane oder
wahlweise einem Kofferaufbau. Am Heck des Fahrzeugs muss eine Ladebordwand vorhanden sein. Die Besatzung besteht aus einem Trupp (1/2) oder einer Staffel (1/5).
Die zu transportierende Zusatzausrüstung muss in Gitterboxen oder Rollcontainern untergebracht sein. Die Nutzlast des GW-L1 muss mindestens 2000 kg betragen.


• Gerätewagen-Logistik GW-L2
dient zum Transport von Ausrüstung und anderen Materialien im Zusammenhang mit dem Einsatz der Feuerwehr, außerdem dem Transport und dem Verlegen von Druckschläuchen. Dazu können durch die Beladung "Wasser-
versorgung die Aufgaben des ehemligen Schlachwagens SW-2000-Tr übernommen werden. Die feuerwehrtechnische Beladung ist etwas umfangreicher als die des GW-L1.
Die Nutzlast des GW-L2 muss mindestens 4000 kg betragen (Allrad-Fahrgestell).



Hubrettungsfahrzeuge (Drehleitern)
Drehleitern dienen der Feuerwehr zum Retten von Mensch und Tier aus grossen Höhen und zum Vortragen eines Löschangriffs, ausserdem zum Durchführen spezieller technischer Hilfeleistungen. Man unterscheidet folgende Drehleiter-Typen nach Ausladung und max. Rettungshöhe:

• DL(K) 12/9 - Nenn-Rettungshöhe 12 Meter bei einer Nenn-Ausladung von 9 Metern

• DL(K) 18/12 - Nenn-Rettungshöhe 18 Meter bei einer Nenn-Ausladung von 12 Metern

• DL(K) 23/12 - Nenn Rettungshöhe 23 Meter bei einer Nenn-Ausladung von 12 Metern

Eine Drehleiter besteht aus Fahrgestell und Aufbau, eingerichtet zur Aufnahme eines Trupps (1/2) und einer feuerwehrtechnischen Beladung, sowie einem Hubrettungssatz, bestehend aus Leitergetriebe mit aufricht-, ausfahr-, und drehbarem Leitersatz mit (DLK) oder ohne (DL) Rettungskorb.


Stand der Informationen: März 2013

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